Oh-Oh!

Das hier:

http://www.tagesschau.de/schlusslicht/kalorienbomben100.html

und das hier:

http://www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_538162

was soll ich davon halten?

Stimmt mich Ersteres noch heiter, verzweifle ich an Zweiterem.

Dass Facebook auf einen Wert von 60 Milliarden Dollar taxiert wird, und dass »die ganze Welt« (? – Häh? Gehöre ich nicht dazu? Ist mir dieses Ding [Facebook] nicht scheißegal?) auf den Börsengang wartet, und dass – gleichzeitig – auch wieder »die ganze Welt« behauptet, Werbung sei ihr »egal«, oder »lästig« oder »unwichtig«, was soll ich denn jetzt noch glauben? Da werden selbst die »Deboulonneurs«* unglaubhaft, verbreiten sie doch ihre Aktionen ebenfalls über das Internet.

Heute Abend gibt’s ein Fußballspiel. EM-Qualifikation. Deutschland gegen Österreich. Wo aber die gesamte Scheiß-FIFA wegen Korruption im Verdacht ist – für mich sind da Beckenbauer und Konsorten mit inbegriffen – muss ich mich dann wohl leider fragen, ob sich das Ansehen dieses Spiels überhaupt lohnen kann. Wenn ohnehin alles nur verkauft wird …

* http://www.tagesschau.de/videoblog/paris_cest_la_vie/videoblogparis140.html

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Fahrradhelme – oder: civil disobedience

In der ersten Verfilmung des »Hulk« gab es eine Textzeile, die – so sinngemäß – lautete: »Selbst für einen Wissenschaftler siehst du doof aus damit!«

Eben ist so eine Nase an mir vorbei gefahren. Die ebenso doof aussah.

Sollte die Politik auf die Idee kommen, diese Helme zur Vorschrift zu machen – und in der heutigen Zeit der Schnellschuss-Entscheidungen muss man leider mit so etwas rechnen –, werde ich beginnen, gegen die Regierung zu klagen. (Wenn es sein muss, auf das Recht der selbstgewählten Todesart.) Was soll das, wenn das Gehirn in Ordnung, dafür aber das Gesicht »Matsch« ist? (Fehlt nur noch, dass die auf die Idee mit den Integralhelmen kommen.)

Leute!

Schon mal was gehört vom »zivilen Ungehorsam«?

Traut euch! (Nicht nur da.)

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Bleialf

Fünfzehnhundert Seelen. So ungefähr. Also kaum der Rede wert. Die Gegend ist sehr schön. Also wenn man – außer der klaren Luft – den Geruch nach Kuhmist ertragen kann, immer mal einen Ausflug wert. Für Wanderer oder Motorradfahrer.

Jetzt ist mir doch in den vergangenen Tagen gleich zwei Mal Bleialf begegnet. Das erste Mal dadurch, dass tatsächlich einer meiner Studenten dieses Dorf kennt. »Hallo?!?« Das ist schon etwas Besonderes! (Wahrscheinlich hat er, mehr oder weniger freiwillig, ein paar Tage in diesem relativ neuen Jugendherbergs-Camp verbracht, und war froh, als er da wieder weg war.)

Und ganz aktuell nun in Form von Literatur. Ein Buch, das mir ungefragt, unbeabsichtigt, also zufällig in die Hände gefallen ist: »Nebenan« von Bernhard Hennen. Eine Geschichte, die an der Universität zu Köln beginnt, und die von Heinzelmännchen, Zwergen, Kobolden, von Vampiren und Werwölfen, Feen und Elfen, Tieren, und natürlich von Menschen handelt, die – wie fast immer – von allen Genannten den geringsten Durchblick haben. Da taucht nun, auf Seite 54, auf einmal Bleialf auf, weil es da eine »magische Anomalie« gegeben hat.

Dass der Autor, ein Krefelder, von der »Schneeeifel« mit drei »e« spricht und nicht weiß, das »wir« – die Eifler – stattdessen natürlich »Schneifel« sagen, mag ich ihm nachsehen. Aber dass er dann von einem »Bergrücken westlich von Bleialf« spricht – das macht mich ein wenig stutzig.

»Berg?«. Hügel, okay. Die ganze Gegend ist sehr hügelig. Wenn es da einen Berg gibt, dann liegt der südsüdöstlich von Bleialf. Das ist der »Schwarze Mann«. Das Wintersportgebiet in der Eifel. Wobei natürlich auch das, bedingt durch die Klimaveränderung, nicht mehr so zuverlässig ein Wintersportgebiet ist, wie es das zu Zeiten meiner Kindheit noch war. Aber westlich von Bleialf gibt es nur sanfte Hügel. Und außerdem beginnt nach drei Kilometern Belgien. Wobei diese drei Kilometer die Entfernung über die Straße, also am stillgelegten Bahnhof und dem zugemauerten Tunnel vorbei sind, ab in die wunderbaren Kurven und über die Felder (Vorsicht, Moppedfahrer! Die Kurven ermöglichen wunderbare Schräglagen, aber seid auf »Kuhflatschen« gefasst!). Luftlinie ist das wohl noch viel weniger weit weg. Aber sei’s drum.

Irgendwas wird mir das wohl sagen wollen.

Denn da bin ich geboren. Als Hausgeburt. (Wie vor und nach mir meine Geschwister »natürlich« auch.) An einem Sonntag. Einem sonnigen Sonntag. (Einem Tag wie heute.) Pünktlich zur Mittagessenszeit.

Ich bin mal gespannt …

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Heute in 25 Jahren

stürzt sich Christian Wulff an der Hollager Schleuse von der Brücke, weil Bettina ihm eröffnet hat, dass sie auf die multiplen Orgasmen durch ihren jugendlichen Liebhaber nicht mehr verzichten möchte, und dass sie ihn nur noch langweilig finde; er wird wegen groben Unsinns festgenommen und bleibt eine Nacht in Haft

wird Angela Merkel im Altenheim von einer Tadschikin geohrfeigt, weil der auf die Nerven geht, wie die Alte die Hände ineinander legt und sie – auf und ab – immer wieder in die Suppe tunkt

prügelt eine aufgebrachte Menge den zur Nacktheit gezwungenen Guido Westerwelle mit neunschwänzigen Katzen durch die Innenstadt von Bad Honnef, nachdem der – trunken – verraten hatte, in den Papst verliebt zu sein

stirbt Hans-Peter Friedrich an seinem Leberkrebs; seine letzten Worte sind »Allah akbar, aber bitte speichert das nicht«

wird Sabine Leutheusser-Schnarrenberger offiziell von der Zeitschrift »Emma« als »Vorzeige-Lesbe des Planeten« ausgezeichnet; sie unterzeichnet derweil die Klageschrift bei ihren Anwälten wegen Rufschädigung

rät Ursula von der Leyen ihrer jüngsten Enkelin dringend zur Abtreibung; sie konnte ihr nie verzeihen, dass die Enkelin den Prozess wegen freiwilliger Teilnahme an Kinderpornographie gewonnen hatte

dient Ilse Aigner dem verspäteten Karnevalszug als nackte menschliche Antenne; auf ihren eigenen Wunsch hin wird sie anschließend von der Menge gegrillt und verspeist

stellt eine Polizeistreife Thomas de Maizière in einer Kutte, unter der er 12 Handgranaten, drei Faustfeuerwaffen und zwei Panzerfäuste an den Körper geklebt trägt; als er die Kutte hebt, trägt er einen Strichcode auf seinen Penis tätowiert, der als Personalausweisersatz dient

schlägt Kristina Schröder nach einem 20jährigen Koma das erste Mal die Augen wieder auf; als die anwesende Enkelin sie fragt, ob sie sich an den brutalen Überfall erinnere, stirbt sie an einem Herzinfarkt

steht Daniel Bahr schwermütig im Büro seines Chefs bei der Commerzbank; seit drei Monaten sind vier von fünf Krediten, die er gewährt hat, geplatzt, er wird fristlos entlassen, ohne weitere Bezüge

bekommt Norbert Röttgen eine Auszeichnung als »strahlendster lebender menschlicher Reaktor«; der BDI finanziert seine nächtlichen Aufladungen gegen seinen Willen

meldet sich ein abgezehrter Marathon-Läufer bei Annette Schavan mit der Nachricht, er sein ihr unehelicher Sohn, Vater sei der ehemalige katholische Kardinal Meissner

bittet Dirk Niebel einen palästinensischen Selbstmordattentäter um eine Pause für eine Zigarette

heiratet Ronald Pofalla nach langem Hin und Her doch noch Hape Kerkeling

 

bin ich – hoffentlich, und wenn, dann: Gottseidank – schon lange tot

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Symantec – ihr sitzt im Glashaus!

Wieder einmal ist Facebook am Pranger*. Unsicher! Der Ankläger diesmal: Symantec.

Erstens: Wen wundert eine solche Anklage. Die – Symantec – wollen doch nur »ihren Scheiß« verkaufen.

Zweitens: »Ihren Scheiß« sage ich mit einiger Berechtigung. Ist doch der Ankläger selbst eine »dumme Nuss«. Als ich mir vor Jahren ein Notebook mit Windows-OS kaufte, und dann die kostenlose Norton-AV-Registrierung durchführte, haben auch die mein Passwort im Klartext (!) in einer Mail verschickt.

Wer da im Glashaus sitzt, sollte bekanntlich nicht mit Steinen werfen.

 

Außerdem: Facebook – die Nutzerprofile – die Kundschaft, die da betroffen ist.

Schultern zucken: Was soll’s? Oder: Wen interessiert’s?

* http://www.tagesschau.de/wirtschaft/facebook212.html

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Hysterie – oder »der Lacher des Tages« – ?

Hallo?!? Da lässt irgendein Schwachmat – wahrscheinlich ein schenkelklopfender Jugendlicher, der sich einen Scherz machen wollte, und das nun auch ganz deutlich geschafft hat – eine CD (!!!) im Zug liegen, auf die er einen wirklich dummen Spruch gekritzelt hat, der das Wort »Allah« enthält, und daraufhin wird ein ganzer Zug angehalten, evakuiert, von Hunden durchsucht und sogar die Bundespolizei tritt auf den Plan?!? Was soll diese CD denn nun ausmachen? Erwartet ihr, dass die sich auf einmal – wie von Geisterhand – von selbst vom Ablageort erhebt, sich, tausendfach (oder millionenfach) rotierend, aufmacht, um Kehlen aufzuschlitzen, Pferde- und sonstige Schwänze abzuschneiden, oder in unzählige Schrapnelle zu explodieren, um einen Massenschaden auszurichten? *Scheiße!* Dazu dienen meine Steuergroschen!

Wie blöd könnt ihr denn sein?

Unsere Legislative kann ja ohnehin schon lange nicht mehr ernst genommen werden. Nun zeigt diese Nachricht*, dass auch die Exekutive von akutem Schwachsinn befallen ist (»Polizei und Rettungsdienste waren im Großeinsatz«). Und die Judikative lässt sich ungestraft von einem Lästerwelle oder -maul in Frage stellen und schippert ansonsten unentschlossen zwischen europäischem und eigenbrötlerisch-deutschem Gedankengut hin und her und macht sich auch immer fragwürdiger.

Wer braucht eigentlich diesen Staat Deutschland?

* http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=8009924/sp155b/index.html

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Ein Geburtstag mit der »schönsten Frau der Welt«

Wenn man den so:

verbringt, was kann da noch schief gehen?

Schönheit entsteht durch Sinnlichkeit. Sinnlich kann nur sein, wer das Leben liebt. Das Leben kann nur lieben, wer sich selber liebt. Sich selber kann nur lieben, wer über sich hinausgeht.

Also »immer mal locker durch die Hose atmen«!

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FDP – Kinder an die Macht?

Dass die Welle (Dauer-, Fön-, Donau-, Monster-, Lange-, Ober- & Unter-, Austritts-…) nun auf das Amt des Vizekanzlers verzichtet, ist ja ganz gut. Er muss zwar noch begreifen, dass er auch als Außenminister nur eine Witzfigur abgibt, aber das ist eine andere Geschichte.

Nun stellt euch aber mal die Konsequenzen dieses Entschlusses vor. Wenn dann tatsächlich ein Lindner oder ein Rösler der Nachfolger würde.

Stellt euch also mal vor, die Merkel explodiert mit einem feuchtwarmen »Kawatsch!«, was mit 3.0 auf der Richter-Skala notiert würde. Dann würde eines dieser Babyfaces Kanzler. (Und den Schwarzärschen in der Koalition würden wegen ihres Bluthochdruckes reihenweise die Halsschlagadern platzen: »Plitsch! Platsch! Pluff!«.)

In dem Fall sollte man vielleicht einen vorübergehenden Austritt Deutschlands aus dem europäischen Verbund beantragen. Wegen Unzurechnungsfähigkeit. Oder Neutralität erklären, wie die Schweiz. Oder ein Weltkulturerbe-Emblem von der UNESCO fordern.

Wenn heute vom »Liberalen« die »spätrömische Dekadenz« zum Vorwurf und Killer-Begriff gemacht wird, ist dies Beleg dafür, dass sich diese Geisteshaltung – und damit auch die Partei FDP – selbst entsorgt: Die Menschen wollen lieber einem festen Club angehören. Der »gemeine« Mensch ist für Freiheit nicht geschaffen. Mittel-Welle ist nicht. Und die »Prinzen« … – ob die überhaupt wissen, was Freiheit ausmacht und in der Konsequenz fordert? Jedenfalls sollten sich die Prinzen alle Gesten mit dem Zeigefinger, die sie ihrem (früheren) Chef abgeguckt haben, schnell wieder abgewöhnen. Die passen nämlich nicht!

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Wirtschaftsminister »Hicks! ‘tschuldigung!«

Da gibt es einen Wirtschaftsminister, der – endlich mal – sein Amt beim Wort nimmt. Er ist ein Diener, ein Geringer, und er hält sich gern in der Wirtschaft auf. Den kann man doch einladen. In die Wirtschaft. Und dann stellt man ihm einen Schoppen hin, und noch einen, und noch einen, dann wird der schon reden. Und wie er redet, gibt es einen Schnappauf. Der sagt das dann gleich – »Psst! Psst!« – weiter, was geredet wird. Weil er die anderen erfreuen will.

Einer dieser Anderen spielt dann gern den »deus ex machina«; der paktiert mit dem Feind, der ist Doppelagent und verrät das Gesagte. Und prompt fährt Panik in die Horde, alles rennet-rettet-flüchtet, keiner will überhaupt irgendwas gesagt haben. Und so richtig erinnern kann sich – wegen der vielen Schoppen vermutlich – auch keiner. Also will man nur Ruhe und Zeit. Schließlich gilt es, erst einmal wieder nüchtern werden zu können.

Und der Chef dieses Dieners – selbst ebenfalls ein Geringer – erklärt den, den der »deus ex machina« eingesetzt hat, zum Bösen. (Ich war nicht dabei, aber ich möchte fast wetten, dass er dies mit seiner Lieblingsgeste getan hat: mit der des mit-dem-ausgestreckten-Zeigefinger-aufspießen.) Weil der halt immer die Welle machen muss. Der kann nicht ruhig sein.

Da nähert sich die Wirklichkeit unserer Re-gier-ung dem literarischen Werk »Fool On The Hill« von Matt Ruff auf herrlichste Weise an.

http://www.tagesschau.de/inland/atomtreffen110.html

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Enthaltung: Schmollen als Politik (Glückwunsch zu Ihrem Kommentar*, Frau Meier)

Was ist das denn?

Deutschland enthält sich der Stimme?

Und zuletzt forderte Merkel Gaddafi noch zum Rücktritt auf?

Wie passt das denn?

Dass dieses Würstchen Westerwelle »erhebliche Gefahren und Risiken« scheut, dennoch aber darauf besteht, Gaddafi müsse zurücktreten, wie anders als ein infantiles mit-den-Füßen-aufstampfen kann man so ein Vorgehen deuten? (Ich will mich nicht mit dir hauen, aber du sollst weg! Geh’ doch einfach freiwillig. Bitte. Bitte. Nicht hauen, bitte.)

Wann wird diese Regierung endlich entsorgt? Glückwünsche aus der Hölle!

* http://www.tagesschau.de/inland/kommentar494.html

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