Enthaltung: Schmollen als Politik (Glückwunsch zu Ihrem Kommentar*, Frau Meier)

Was ist das denn?

Deutschland enthält sich der Stimme?

Und zuletzt forderte Merkel Gaddafi noch zum Rücktritt auf?

Wie passt das denn?

Dass dieses Würstchen Westerwelle »erhebliche Gefahren und Risiken« scheut, dennoch aber darauf besteht, Gaddafi müsse zurücktreten, wie anders als ein infantiles mit-den-Füßen-aufstampfen kann man so ein Vorgehen deuten? (Ich will mich nicht mit dir hauen, aber du sollst weg! Geh’ doch einfach freiwillig. Bitte. Bitte. Nicht hauen, bitte.)

Wann wird diese Regierung endlich entsorgt? Glückwünsche aus der Hölle!

* http://www.tagesschau.de/inland/kommentar494.html

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Gaddafi fordert Merkel zum Rücktritt auf *

Das wäre doch mal eine Nachricht.

So à la: »Wer über Jahrzehnte die teilweise brutale und mörderische Unterdrückung eines Volkes durch seinen Machthaber duldet, hat nicht das Recht, nur weil auf einmal das Internet und die Medien hochkochen, dann den moralischen Zeigefinger zu erheben!«

Oder: »’Jemand, der gegen sein eigenes Volk Krieg führt’, das gilt auch für China. Dann soll Merkel erst einmal alle Gespräche und Handelsbeziehungen dorthin abbrechen!«

* http://www.tagesschau.de/ausland/libyen570.html

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»Menschen, die wir nicht brauchen« *

Hallo, Hans-Peter Uhl von der CSU, hast du mal in den Spiegel geschaut?

* http://www.tagesschau.de/inland/visumspflicht100.html

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World Press Photo Award 2010: Zwölf Fotos, ein Drama

Die »World Press Photo Award 2010« – Fotos werden heute auf tagesschau.de gezeigt*. Auszeichnungen, die bei mir – im Nachhinein – einen bitteren Geschmack hinterlassen.

Gleich das erste Foto hinterlässt einen Stupor. Wie fürchterlich! Nach kurzer Zeit wird klar: Das Foto kennst du. Das hast Du schon einmal gesehen. Und dennoch war auch hier wieder der erste Gedanke: Was für ein schlimmer Unfall. Und dann, bei der Lektüre des unter dem Foto stehenden Textes der – ebenfalls wiederholte – innere Aufschrei: »Nein! Der Ehemann! Was für ein Tier ist denn zu solch einer Tat fähig? Nein, nicht einmal ein Tier brächte das zustande. Nicht einmal eine Pflanze oder ein Mineral wäre dazu in der Lage. Sogar ein Bakterium und ein Virus haben mehr Lebensrecht als dieser Dreck!« Die folgenden Assoziationen – Afghane – 18jährige Frau – Ehrentat – vermutete Untreue – und der Kommentar von Juror Vince Aletti – all das lässt mich mit bitter-saurer innerer Leere zurück. Frisch gekotzt den Geschmack im eigenen Mund entdecken. Kein Wunder, dass dieses Wissen gerne wieder verdrängt wird.

Das zweite Foto ist da schon fast eine Erholung. Trauer. Fernöstlicher Art. Viel zu laut für den Durchschnittseuropäer. Zu theatralisch. Nachvollziehbar, aber – wegen der Überzeichnung – auch fremd. Bedauerlich, ja. Aber sterben müssen wir nun schließlich alle einmal.

Dann Assange. Netter Typ. Riesiges blaues Auge. Der sieht aus wie ein Borg. Der hat sein Anliegen. Aber tragisch oder dramatisch ist das – im Vergleich zum Schock von eben – eher nicht. Er ist mir sympathisch. Der Lichtreflex ist das Interessante. Da gibt’s doch so knuffige Hunde, die so eine Zeichnung im Fell haben …

Es wird immer belangloser. Aber das fünfte Foto ist wieder ein Hingucker: Fang’ ihn! Bis ich erkenne, dass der Junge nicht fällt, sondern geworfen wird, realiter wird mir das erst durch den Text darunter deutlich, braucht es eine Zeit. Um den Leichnam eines Kindes so wegwerfen zu können, muss man schon recht nah am Ende seiner Kräfte angelangt sein. Sicher ist das schockierend. Aber dann auch wieder fast beruhigend: Wenn das Elend groß genug ist, funktioniert man nur noch. Selbst ist man schließlich Überlebender. Es muss ja weiter gehen.

Dann lässt »es« wieder nach. Vier Somalier. So, wie die fotografiert sind – na ja, der Fotograf hat sich bestimmt nicht der Strapaze, die das Bild darstellen soll, selbst ausgesetzt. Wie auch auf dem nächsten Foto. Da kämpfen Menschen gegen das Ertrinken. Und Andere stehen darum herum und gucken. Und fotografieren. Oder packen an. Dann wird es »künstlerischer«. Eine Straßenszene, eine »normale« social-community Gefährdete, ein Mann mit »fetter Beute« im Kriegsgebiet. All das, bemerke ich an mir selber, kann nicht gegen die Schocks an.

Das nächste Foto ist aber wieder so ein Schock: Ein Mensch, der lichterloh in Flammen steht, stürzt sich von irgendwo in den Tod hinab. Und selbst der schnelle Fall kann die Flammen, in denen er steht, nicht ersticken. Ganz klar, dass alles besser ist, als der Schmerz, so verbrennen zu müssen. Dass man sich in diesem Moment nur noch einen schnellen Tod wünscht. Ein »Platsch!« und endlich hört der Schmerz auf. Aber diese Klarheit muss ich mir mühsam erkämpfen. Das Foto nimmt mich wieder sehr mit. Ich möchte wissen, wo das ist, wie es dazu gekommen ist. Und ich möchte es auch wieder nicht wissen. Es ist das reine Grauen.

Die letzten vier Fotos – Natur- und Sport-Fotografie – sind vollkommen belanglos. Sicher aus Sicht eines Fotografen interessant. Aber wer ist das schon?

Für mich bleibt also als Fazit: Pressefotografen sind keine Künstler. Nicht das (Foto-) technisch interessante Foto beeindruckt hier, sondern das, welches die Abgründe des Menschseins dokumentiert. Ich finde es bedauerlich, dass die ganze Welt nun die junge Frau kennt, der diese Verstümmelung angetan wurde, statt dem Stück Dreck, das ihr das angetan hat. Es schreit in mir danach, den Pranger wieder einzuführen. Damit ein jeder weiß, was für ein Schwein dafür verantwortlich ist! (Und noch einmal: Was ist das reale Schwein doch für eine edle Kreatur im Vergleich zu diesem Unbenennbaren!) Auch die beiden anderen Fotos, die mir so zusetzen, werfen mich auf die Realität unserer Rasse zurück. Kunst hingegen böte das Potential der Weiterentwicklung. Als welcher Hohn muten da die Natur- und Sportfotos an!

Und ich frage mich: Warum tue ich mir die Tagesschau und die Presse überhaupt noch an?

* http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/worldpressphotoaward100_mtb-1_pos-1.html#colsStructure

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Köln schlägt die Bayern, Monica Lierhaus ist wieder da, 12° draußen

so stelle ich mir Frühling vor! ;-)

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Man sollte Ahmadinedschad… *

seine »inneren Angelegenheiten« vorhalten. Und zwar, indem man ihm den Bauch aufschlitzt und ihn sein Gedärm zu fressen zwingt. Flachwichser!

Wenn die UN Eier haben…

tun sie es den Niederländern gleich und verkehren nicht mehr mit dem Iran. Kein Stück Ware sollte mehr dorthin exportiert werden, kein Barrel Öl mehr von dort bezogen; es dürfte kein iranisches Schiff in einem anderen Hafen Ladung aufnehmen oder löschen, kein iranisches Flugzeug einen Airport nutzen. Rings um das Land sollten dessen Bürgern Asyl-Aufnahmestationen zur Verfügung gestellt werden. So lange, bis Ahmadinedschad seinen Stauffenberg gefunden hat.

* http://www.tagesschau.de/ausland/iranhinrichtung100.html

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Korruption

oder: »Mia san mia!«

In den letzten Wochen taucht hier und da ein Bericht über Korruption im Feed der Tagesschau auf. Mal geht es um die FIFA, mal um eine allgemeine statistische Untersuchung.

Komischerweise sind in beiden Fällen »Ertappte« entweder auf dem afrikanischen Kontinent beheimatet, oder sie kommen aus Mittel- oder Südamerika. Vielleicht auch noch aus einem armen asiatischen Bereich.

Unweigerlich muss ich mich fragen: »Und was ist mit Blatter?« Oder: »Ja, und Platini und Beckenbauer?« Soll mir keiner erzählen, dass einer von den vielen, die da was zu sagen haben, eine reine Weste habe.

Die Geschichte mit der allgemeinen Bestechlichkeit erfährt dann – verschämt, wie »nebenbei« – einen Beleg durch den neuerlichen Handel mit Visa an deutschen Botschaften.

Bald ist Weihnachten, das »Fest der Liebe«. Wer da käuflich und bestechlich ist, der hat keine Ehre und keine Moral. Und wer das nicht hat, kann auch nicht lieben und wird auch ein geliebt-werden nicht richtig sehen und spüren können.

In diesem Sinne:

Eine miese Weihnacht, ihr Korrupten!

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Terror – »Sondermüllentsorgung leicht gemacht«

Haben Sie eine Menge alter Batterien angesammelt? Kein Problem! Packen Sie noch einen alten Toaster oder ein altes Radio zusammen mit den Batterien in eine Tüte, werfen Sie ein paar überflüssige Kabel und eine Tüte vergammeltes Mehl oder Haferflocken mit hinein, deponieren Sie das ganze Paket an einem Bahnhof oder Flughafen und die Bundespolizei wird sich drum kümmern.

Wenn man in Namibia einen »Realtest-Koffer« benutzt, um die Leistungsfähigkeit von Warnsystemen zu testen, was hält einen davon ab, gleich Nützliches und Angenehmes miteinander zu verbinden? Dass dadurch dann etliche Pendler und Fernreisende verspätet oder gar nicht ihr Ziel erreichen, wen kümmert’s? Das Leben selbst gibt ja sonst nicht viel her. Hauptsache, man ist mal in der Zeitung oder in den Nachrichten gewesen.

Wer hätte gedacht, dass Müllentsorgung mal ein derart lukratives Geschäft werden würde?

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Bundesgerichtshof unterstützt Betrug

Er erklärt »dieselbe Sache zweimal verkaufen« für legal

Da zieht einer um, aus beruflichen Gründen. Weil es da kein DSL gibt, will er seinen Vertrag vorzeitig kündigen. Der Anbieter zickt, und die Gerichte geben ihm Recht.

Der Quatsch, der da * steht, von wegen dass sich die Kosten sowieso erst im zweiten Jahr amortisierten, ist die Lüge schlechthin. Denn die Kosten für das DSL sind ja die Einrichtungsgebühren, die der Anbieter dafür hat aufbringen müssen. Irgendwann mal. Und die er, auf lange Jahre gesehen, x-mal bezahlt bekommen wird.

Jetzt ist dieser Mann also weg gezogen, lebt ohne DSL, muss aber weiter dafür zahlen. In seine Wohnung ist vermutlich jemand anders eingezogen. Und hat dieselbe DSL-Leitung für sich gebucht. Also bekommt der Sch…-Anbieter ein und dieselbe Sache zwei Mal bezahlt.

In meinen Augen ist das Betrug. Wie kann der Bundesgerichtshof das für Rechtens erklären?

Wir leben in einer »ver-rückten« Welt!

* http://www.tagesschau.de/wirtschaft/dslvertrag100.html

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in memoriam Robert Enke

Dass Du Deiner Frau Teresa den Eindruck sie war »nicht gut genug, Dich von diesem Schritt abzuhalten« hinterlassen hast, das ist das Einzige, was ich Dir übel nehmen kann. Ihr Engagement in der Stiftung ist Beweis für diese traurige Annahme.

Dass aber die großspurige Ankündigung Deines Vereins, es werde »nie mehr« eine Rückennummer 1 bei Hannover 96 geben, schon mit Beginn der nächsten Saison vergessen war, das zeigt, dass an einigen Teilen der paranoiden depressiven Gedanken viel Wahres ist: Menschlichkeit – wenn es bei diesem Begriff eben auch um Schwäche, Angst, Leid-Erfahrung, das Verlangen nach Konsequenz und Verbindlichkeit geht – ist nicht gefragt in (Teilen) der Welt. Also war Deine Schlussfolgerung: »Das Leben lohnt sich nicht in dieser Welt« richtig.

Die Depression wird auf den Seiten, die sich mit dem Jahrestag Deines Todes beschäftigen, und natürlich auch sonst, immer gerne als »Krankheit« bezeichnet. (Und es wird von 4 Millionen Depressiven in Deutschland gesprochen. Eine Zahl, die die Dunkelziffer bestimmt nicht berücksichtigt, die aber – für sich genommen – schon die »fünf-Prozent-Hürde« in der Politik darstellen würde. [Ein Ergebnis, über das sich die FDP heute würde freuen können, aber das ist eine andere Geschichte.]) In Wirklichkeit sind wir alle von Zeit zu Zeit depressiv, haben wir depressive Momente oder Stimmungen. Aber das soll durch den Begriff »Krankheit« und die Definition der Krankheit als »Störung der Funktion« schön weg gehalten werden. Und das wiederum sorgt dann dafür, dass die Stiftung schön vor sich hin »dümpeln« wird.

Hätte Hannover 96 Wort gehalten, wäre das – durch die Medien-Präsenz des Fußballs – ein deutlich effektiveres Moment gewesen, sich wirklich mit dem zu beschäftigen, was nicht »funktioniert«. Doch dieses Rückgrat hat der Verein wohl nicht. Der will nur Geld verdienen.

Quelle des Photos: »ina96«

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